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19.09.2016

Quo vadis, Schweinsteiger?

Ein wenig mehr als zwei Jahre ist es Jahr, dass Bastian Schweinsteiger als Führungsspieler der DFB-Elf den Weltmeisterpokal im legendären Maracana in den Abendhimmel streckte. „Schweni“ war auf dem Zenit angekommen. Doch mittlerweile ist es recht still geworden um den ehemaligen Star des FC Bayern München, der vor etwas mehr als einem Jahr ins Old Trafford zu Manchester United wechselte. Seitdem dort der exzentrische José Mourinho das Zepter schwingt, hat der oft von Verletzungen geplagte Schweinsteiger nun gar nichts mehr zu lachen. Wohin führt also der Weg des Weltmeisters?

Vom Teenie-Schwarm zum Idol

Die Karriere des Bastian Schweinsteiger verlief wie im Bilderbuch. Bereits in jungen Jahren war er eine feste Größe beim FC Bayern München in der Fußball-Bundesliga sowie in der Nationalmannschaft – zunächst unter Jürgen Klinsmann, später unter Joachim Löw. In den Anfangsjahren war es noch „Schweini“, der mit den ausgefallenen Frisuren, der gemeinsam mit seinem Busenfreund Lukas Podolski schnell zum Teenie-Schwarm wurde. Doch die Zeit veränderte auch den Mann mit der Rückennummer 31. Am 13. Juli 2014 dann der große Triumph: Mit einem hart erkämpften 1:0 nach Verlängerung über Argentinien (Torschütze: Mario Götze) gelang es dem DFB-Team, erstmals nach 1990 wieder den WM-Pokal nach Deutschland zu holen. Unvergessen die Bilder, als Schweinsteiger mit einem Cut unter dem Auge und Blut im Gesicht weiterspielte, um das große Ziel zu erreichen. Aus Teenie Schweini war ein Idol geworden. Nach der WM trat Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm zurück, und Schweinsteiger trug fortan die Binde des Spielführers. 

Bei ManU ausgebootet – was nun?

Von Idolen scheint Jose Mourinho, neuer Trainer in Diensten von Manchester United nichts zu halten, denn kurz nach dessen Ankunft wurde Schweinsteiger in die Reserve des Teams versetzt und musste zudem seinen Spind räumen. Die Demütigung nahm ihren Lauf. Nachdem die Degradierung öffentlich geworden war, buhlten mehrere Vereine um die Dienste des Weltmeisters, der in Mönchengladbach beim Spiel gegen Finnland am 31. August seinen letzten Auftritt im DFB-Dress feierte. Da ein Wechsel ins europäische Ausland offenbar auszuschließen ist, darf gerätselt werden, wohin es den Deutschen verschlägt. Die US-amerikanische Major League Soccer ist möglicherweise eine Option. Auch, wenn diese Liga als eher durchschnittlich angesehen wird, tummeln sich dort viele ehemalige Weltstars, unter anderem Größen wie Andrea Pirlo. Die eindrucksvolle Bilanz von Bastian Schweinsteiger, nachzulesen unter anderem hier, schmälert dies aber in keiner Weise. Mit dem FC Bayern holte er insgesamt acht Deutsche Meisterschaften und sieben Pokalsiege. Zudem gewann er mit dem Rekordmeister 2013 die Champions League. Mit ManU konnte er immerhin den FA Cup holen, wenngleich natürlich der WM-Gewinn 2014 alles überstrahlt. 

Wayne Rooney auf dem Feld, trotzdem Niegerlage gegen Watford

Was für deine Demütigung. Wayne Rooney sollte es mal wieder machen, wurde aber zum Lacher und am Ende des Tages konnten die Hausherren dank eines Elfmeters einen 3:1 Sieg verbuchen. Irgendwie läuft es nicht ganz rund bei Jose Mourinho. Vielleicht hätte man doch auf Schweinsteiger setzen sollen? Auch in der UEFA Europa League musste Manu bei Feyenoord Rotterdam eine (0:1) Niederlage hinnehmen.

Interessant:
Laut Sport1.de, erklärten die Fans nach Spielende auf Twitter, dass vor allem Kapitän Wayne Rooney und dessen Mittelfeld-Partner Marouane Fellaini zu den Sündenböcken gehören- und nach Schweinsteiger gefordert wurde.
Ist eine Rückkehr durchaus denkbar? Was hat Schweinsteiger dazu zu sagen? Wie die Engländer schon immer zu sagen pflegen, abwarten und Tee trinken.

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